Onze-Lieve-Vrouwekerk

Die Liebfrauenkirche ragt über Brügge hinaus. Mit ihrem ganze 122 Meter hohen Backsteinturm ist sie buchstäblich ein Höhepunkt Brügger Baukunst. Auch im Inneren wartet die Kirche mit einer Fülle von Kunstschätzen auf: Von Gemälden und Holzskulpturen bis hin zu den Sarkophagen Marias von Burgund und Karls des Kühnen aus dem 16. Jahrhundert sowie verzierten Tumben aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Das wahre Glanzstück ist jedoch die weltberühmte, von Michelangelo geschaffene, Brügger Madonna.

Geschichte

Mit ihrem 122,3 Meter hohen Turm – zweithöchster Backsteinbau der Welt – prägt die Liebfrauenkirche unzweifelhaft das Brügger Stadtbild. 1225 beginnt mit dem Mittelschiff der Bau der heutigen Kirche. Das hierfür verwendete Baumaterial – Tournai-Kalkstein – ist kennzeichnend für die Scheldegotik. Elemente der Französischen (Chor und Apsis) sowie der Brabanter Gotik (Paradiesportal) verraten jedoch eine lange Baugeschichte. Erst im 15. Jahrhundert krönt eine Spitze den Turm. Später erfolgt die Überwölbung des Chors und des Mittelschiffs.

Museum

Wer in der Liebfrauenkirche beten oder nur kurz in ihr verweilen möchte, kann kostenlos einen eingeschränkten Bereich der Kirche besichtigen. Für den Besuch des Museums können im Südschiff Eintrittskarten erworben werden. In den kommenden Jahren wird die Kirche restauriert. Im Rahmen dieser Maßnahme werden einige Bereiche nicht immer zugänglich sein. Die Brügger Madonna von Michelangelo kann bis Ende 2015 besichtigt werden. Für diese Unannehmlichkeiten möchten wir uns bereits jetzt entschuldigen. Wir freuen uns, Sie 2018 in einer restaurierten Kirche empfangen zu dürfen.

Sammlung

Ein wahres Glanzstück ist die 1505 von Michelangelo aus Marmor geschaffene Brügger Madonna. Im Hochchor befinden sich der Sarkophag Karls des Kühnen und der seiner Tochter Maria von Burgund. Über dem Altar hängt ein die Passionsgeschichte darstellendes Triptychon des Hofmalers Margaretes von Österreich, Bernard van Orley.